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Heute: Kölsche Veedel

Hier stellen wir Ihnen wechselnde, spannende Informationen über unsere Stadt und ihre Besonderheiten vor. Zum Auftakt nehmen wir die Veedel in den Blick! 

Das Veedel ist bis heute die kölsche Keimzelle. „Veedel“ ist nicht einfach nur der mundartliche Begriff für ein statistische Stadtviertel: Veedel sind emotional beladene Subzentren mit fließenden, individuellen Grenzen! Wie viele der weit über 80 Kölner Veedel kennen Sie?

 

Agnesviertel

Der Name leitet sich von der gleichnamigen Kirche St. Agnes ab. Entlang der Neusser Straße, außerhalb der mittelalterlichen Stadtgrenzen, entstand hier nach der Stadterweiterung von 1880 die zweitgrößte Kirche Kölns. Sie wurde auf Wunsch seines Stifters – ein Kölner Bauunternehmer und Reichstagsabgeordneter – zur Erinnerung an seine verstorbene Frau der heiligen Agnes geweiht.

 

Alt-Lindenthal

Zwischen der Linder Höhe und Hohenlind, an der Dürener Straße befindet sich das Veedel Alt-Lindenthal. Wie der Name schon erahnen lässt – in einem Tal an der mit Linden gesäumten Landstraße nach Düren. 1846 wurde der Ort vor den Toren Kölns geschaffen. Besonders begehrt, da industriefrei und im Grünen, entwickelten sich Villenkolonien – bis heute eine begehrte Wohngegend.

 

Andreas-Viertel

Im Schatten des Doms liegt das Veedel, das seinen Namen mit der Dominikanerkirche St. Andreas teilt. In der Krypta befinden sich die Gebeine von Albertus Magnus, einem der wichtigsten Gelehrten Kölns. Die Straße „An den Dominikanern“ erinnert noch an das Wirken des Ordens. Mit der Straße „Unter Sachsenhausen“ liegt hier Kölns Finanzzentrum – auch wenn die goldenen Zeiten an Kölns „Wallstreet“ längst vorbei sind.

 

Apostelviertel

Im Umfeld der mächtigen Kirche St. Aposteln liegt das Veedel, das direkt an den Neumarkt grenzt. Die romanische Kirche St. Aposteln – den heiligen zwölf Aposteln geweiht – gibt dem Veedel seinen Namen. Hier an der Westseite des heutigen Neumarktes endete zur Römerzeit die Stadt.

 

Bayenthal

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Foto: Daniel Zakharov

Seit dem Mittelalter ist der Ort im Süden Kölns urkundlich erwähnt. Ein Hof ist unter dem Namen bekannt. Gleichzeitig bedeutet das Lateinische „baia“ so viel wie Bucht oder Hafen. Noch 1830 bestand der Ort nur aus einer Handvoll Häusern. Nach der Ansiedelung der Kölnischen Maschinenbau-AG 1856 begann das Wachstum. Ehemalige Arbeiterhäuser entlang der Alteburger Straße existieren bis heute. Die Anbindung an die Innenstadt war durch die Pferdebahnlinie schon im 19. Jahrhundert gut. 1888 wurde Bayenthal eingemeindet.

 

Belgisches-Viertel

Antwerpen, Gent, Brüssel, Lüttich, die Provinzen Brabant, Limburg und die Region Flandern, dazu noch die niederländischen Städte Maastricht und Utrecht – das Belgische Viertel trägt seinen Namen wirklich zu Recht! Das ehemalige Acker- und Gartenland vor den Toren Kölns wurde ab 1881 zu einem der teuersten und beliebtesten Veedel der Innenstadt. Auf dem Brüsseler Platz entstand 1894 die Kirche St. Michael.

 

Bickendorf

Im Nordosten von Köln liegt das Veedel, für dessen Namen es zwei Ursprünge gibt: Einmal der fränkische Lesart, die Bicken von „beck“ ableiten: Mund, Ausspruch oder auch Gerichtsurteil. Hier könnte eine Gerichtsstätte gelegen haben. Aber auch das spätlateinische „bacca“, das Mutter oder Hausschwein bedeutet, dient als Erklärung. Hier könnte Schweinezucht betrieben worden sein. 1843 wohnten hier in 55 Häusern 337 Menschen. Ab 1913 kamen unter dem Motto „Lich, Luff un Bäumcher“ zahlreiche Kleinwohnungen dazu und Bickendorf wuchs schnell. Ältestes Gebäude: Die Rochuskapelle.

 

Bilderstöckchen

An der Straßenecke Am Bilderstöckchen/Longericher Straße steht er heute: der kleine Bilderstock, der dem Veedel seinen Namen gab. Der Heiligenstock wurde bis 2019 umfangreich restauriert. Seit 1556 ist er bekannt und markierte einst die Grenzte zwischen den alten Gebieten Riehl und Merheim linksrheinisch – dem heutigen Weidenpesch. Nippeser Bahnhof und Schlachthof gaben den Startschuss für das Wachstum des Veedels Ende der 1890er Jahre. Der Bilderstock musste von seinem ursprünglichen Ort weichen und wurde an seinen heutigen Platz gestellt. Bei einem Autounfall 1966 wurde das Wahrzeichen zerstört und wiedererrichtet. Erst 1969 taucht Bilderstöckchen auf dem Kölner Stadtplan auf.

 

Blumenberg

Hier befand sich seit 1602 der Bloemberger Hof. Der Name verweist wohl auf die Schlacht von Worringen 1288, die in der nahen „Fühlinger Heide“ stattfand, und hat eigentlich nichts mit Blumen zu tun: Es ist eine Beschönigung des Wortes „Blutberg“. Ein Feldweg am Worringer Bruch trägt den Namen heute noch. Das Veedel erhielt seinen Namen 1963 per Ratsbeschluss als Teil der „Neuen Stadt“. Gebaut wurde allerdings erst viel später: 1988 zogen die ersten Bewohner ein.

 

Bocklemünd/Mengenich

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Foto: Daniel  Zakharov

Ursprünglich zwei Höfe: Der Cäcilienhof und der Dohmenhof sind seit 941 urkundlich bekannt. Der Cäcilienhof lag auf dem Gebiet namens Bugchilomunti: Die Namensherleitung ist bis heute unklar. Entweder verweist er auf einen Hügel und einen alten Rheinarm, oder aber auf ein Schutzgehege für Ziegenböcke. Der Dohmenhof lag auf dem Gebiet Mengenichs – aus dem Lateinischen für Siedlung des Magninus. Auch nach der Eingemeindung 1888 waren die Orte lange landwirtschaftlich geprägt. Erst in den 1960er Jahren wurde durch das Bauprojekt „Trabantenstadt Bocklemünd/Mengenich“ das Veedel stark verändert.

Braunsfeld

Entlang der Aachener Straße gab es noch Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem eins: einsame Felder. Maarhof und Morsdorfer Hof lagen hier. 1862 kaufte der Fuhrunternehmer Ferdinand Braun große Ländereien an der Aachener Straße – „dem Braun sein Feld“. Braun errichtete eine Ziegelbrennerei und dazugehörige Siedlungshäuser für die Arbeiter an der heutigen Ecke Schinkelstraße/Friedrich-Schmidt-Straße. 1869 waren es bereits 300 Einwohner. Als Ortsname setzte sich Braunsfeld durch – auch nach der Eingemeindung 1888.

 

Brück

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Foto: Daniel  Zakharov

Hier, an der Grenze zwischen Nieder- und Mittelterrasse der Kölner Bucht, lebten bereits vor mehr als 1.000 Jahren die ersten Siedler. Der Höhenunterschied zwischen den Terrassen beträgt zwölf Meter und teilt Brück in einer Unter- und ein Oberdorf. Im Unterdorf lag eine Sumpflandschaft, der Bruch. Bis hier dehnte sich der Rhein bei Hochwasser aus. Der Mauspfad lag am oberen Rand der Böschung. Seit dem Jahr 1166 ist der Name Brück urkundlich belegt. Der Name bezeichnet wahrscheinlich eine Brücke, die über die Sumpflandschaft führte und im Bereich der heutigen Olpener Straße lag.

Buchforst

Auf dem Kalker Feld entstanden in den 1920er Jahren moderne, lichtdurchflutete Wohnsiedlung – wieder von der GAG zusammen mit dem Architekten Wilhelm Riphahn gebaut. Verschwinden musste hierfür: ein Buchenwald. Der Blaue Hof ist eine in den Jahren 1926 und 1927 durch die GAG nach Plänen von Wilhelm Riphahn im Bauhausstil errichtete Wohnsiedlung. Die Weiße Stadt entstand zwischen 1929 bis 1932. Erst 1932 wurden die Siedlungen unter dem Namen Buchforst zusammengefasst.

 

Buchheim

Buchenwälder gab es viele im rechtsrheinischen Köln. Viele wurden abgeholzt und die Fläche besiedelt. Erstmals im Jahr 1003 taucht in einer Schenkungsurkunde der Name Bochheim auf. 1160 wird auch eine Pfarrkirche erwähnt. Die Eis- und Flutkatastrophe von 1784 – der sogenannte Mülheimer Eisgang – zerstörte auch den Buchheimer Hof und andere Gebäude. An der heutigen Heidelberger Straße und Frankfurter Straße war das Zentrum des alten Veedels. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden auch hier die ersten Wohnhäuser. 1914 wurde Buchheim eingemeindet.

 

Cäcilien-Viertel

St. Cäcilien, eine von Kölns zwölf romanischen Kirchen, gibt dem Veedel seinen Namen. Seit 1956 ist hier das Museum Schnütgen mit seinen mittelalterlichen Kunstschätzen untergebracht. Thieboldsgasse, Kleiner und Großer Griechenmarkt sind die Zentren des Veedels, das aber auch den Neumarkt umschließt. Von der ursprünglichen Bebauung im Griechenmarktviertel überlebte nur das Haus Bachem die Bomben des Zweiten Weltkriegs. Bis heute ist umstritten, ob das Viertel seinen Namen von griechischen Handwerkern hat, oder ob die Bezeichnung von Krieg kommt und auf den blutigen Weberaufstand von 1371 verweist.

 

Chorweiler

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Foto: Daniel Zakharov

Die Neue Stadt im Norden Kölns: Hier lässt sich das städteplanerische Ideal der 1960er Jahre. Der Name entstand ebenfalls am Reißbrett: Chorbusch, eine alte Ortsbezeichnung im nordwestlichen Zipfel Kölns, und das benachbarte Dorf Weiler wurden kombiniert. Chorbusch bezeichnet einen sumpfigen Wald. 1957 war Baubeginn der Neuen Stadt in Heimersdorf. Seeberg und das Zentrum Chorweiler schloss sich an. Hätte man sich an den Flurnamen orientiert, hieße Chorweiler heute Hoven. Am 30. April 1964 beschloss der Rat der Stadt den neuen, zusammengesetzten Veedelsnamen.

 

Dellbrück

1905 entstand das Veedel im rechtrheinischen Köln durch den Zusammenschluss der alten Orte Strunden, Thurn und Hagedorn. Hinzu kamen neuentstandene Siedlungen um den Bahnhof Dellbrück herum. Geprägt ist die Umgebung durch die Mühlen am Bach Strunde. Die kleinste und jüngste Siedlung – Dellbrück – gab den neuen Ort den Namen. Seit dem 17. Jahrhundert ist das Gelände bekannt, in dem eine Brücke über eine Senke – „Delle“ – führte. Bis ins 19. Jahrhundert war „an der Dellbrück“ eine geläufige Bezeichnung. Erst 1850 taucht ein Haus „Dellbrück“ mit elf Bewohnern in den Statistiken auf.

 

Deutz

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Foto: Daniel Zakharov

Zur Zeit Kaiser Konstantins bauten die Römer im „Barbarenland“ ein wehrhaftes Kastell, das castrum divitensium, kurz Divitia. Der Zugang aus der Kölner Innenstadt erfolgte über eine Rheinbrücke – damals eine technische Meisterleistung. Aus Divitia entstand in den Jahrhunderten schließlich Deutz. Der Kölner Erzbischof Heribert ließ hier im Jahre 1002/1003 die Abtei Deutz gründen – hier wurde er auch begraben. Die Deutz entwickelte sich zu einem beliebten Freizeitziel der Kölner – die Deutzer Freiheit wurde zur „Touristenmeile“. Mitte des 19. Jahrhunderts war Deutz Endpunkt wichtiger Eisenbahnen. 1888 eingemeindet, profitierte Deutz vom schnellen Wachstum Kölns. Im Zentrum der „Schäl Sick“ genießt man bis heute den einmaligen Blick auf Dom und Altstadt.

 

Dichter-Viertel

Das Dichter-Viertel, zwischen Bayenthal und Marienburg, trägt seinen Namen zu Recht: Hebbelstraße, Hölderlinstraße, Novalisstraße, Schillerstraße, Mörikestraße, Droste-Hülshoff-Straße und Höltystraße – Deutschlands große Dichter. Die Häuser im Veedel sind durch ihre ursprünglich strenge Symmetrie und puristischen Außenfassaden zu erkennen. Konservativer Bauhausstil der 1920er Jahre eben – erbaut wurde das Veedel zwischen 1920 und 1930. Viele Häuser haben aber durch Anbauten in den vergangenen Jahren viel von ihrem alten Aussehen verloren.

 

Dünnwald

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Foto: Daniel Zakharov

Die Siedlung Dünnwald geht auf das 1117 erbaute Kloster St. Nikolaus. Ob der Ort seinen Namen vom altgermanischen „duna“ für Wasser herleitet, oder aber eine Sanddüne bezeichnet, ist unklar. Ob nun Wasser oder Düne im Wald – die Veedelsentwicklung geht auf das Kloster zurück. Im Süden des Veedels liegt Haus Haan, ein alter Rittersitz. Die Industrialisierung setzte mit der Sprengstoff-Fabrik Kaiser & Erdmann im benachbarten Manfort ein. Aber auch Berliner Blau, Soda und Salmiak, Bleizucker und Likör kamen aus Dünnwald. 1914 wurde der Ort eingemeindet.

Ehrenfeld

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Foto: Daniel Zakharov

Geprägt durch seine – wenn auch nur kurze – Vergangenheit als eigenständige Stadt ist Ehrenfeld heute eines der beliebtesten Veedel Kölns. Die historische Entwicklung hat hier eine Unterteilung in weitere kleine, eigenständige Veedel verhindert. Entstand ist das Veedel aus drei Häusergruppen. 1840 lebten hier 32 Personen. 1867 waren es bereits 4.000 und Ehrenfeld erhält 1879 sogar Stadtrecht. 1888 erfolgt jedoch die Eingemeindung nach Köln.

 

Eigelstein-Viertel

Im Norden haben wir das Eigelsteinveedel. Dem Veedel widmete das Kölnische Stadtmuseum 2013 eine eigene Ausstellung. Seit der Römerzeit ist der Eigelstein eine der Hauptstraßen Kölns. Dominiert wird das Veedel durch die Eigelsteintorburg. Der Name kommt übrigens von „Eichel“. Die Kölner nannten so die steinernen Pinienzapfen, die auf römischen Gräbern standen. Den Straßen Stavenhof („Stüverhof“) oder Unter Krahnenbäumen („Unger Krahnebäume“) widmeten Willi Ostermann, Toni Steingass und Wolfgang Niedecken eigene Lieder.

 

Eil

Erstmals 1227 erwähnt, leitet sich der Name von „Rinne“ oder „längliche Furche“ ab. Ein See zog sich wie ein langgezogenes Oval von Heumar aus bis nach Eil. Aber womöglich kommt die Schreibweise auch von Eiland, da der Ort etwas erhöht auf einer Insel zwischen zwei Rheinarmen lag.

 

Elsdorf

Entlang der Frankfurter Straße, südlich von Urbach entwickelte sich das Veedel. Die Ursprünge liegen im Dunkeln. Bis heute dominiert die dörfliche Struktur mit wenigen großen Höfen und vielen kleinen Häusern.

 

Ensen

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Foto: Daniel Zakharov

Im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, war das Gebiet wahrscheinlich schon von den Kelten besiedelt. Aus dem keltischen Wort „anisa“ – fließendes Wasser – entstand später Ensen. Die ersten Siedler lebten etwas abseits des Rheins.

Esch/Auweiler

989 wird ein Dorf Ascha erwähnt – die Form ist auf den Baum Esche zurückzuführen. Auweiler taucht als Ourwiler erstmals 1312 auf – ein Gehöft in wasserweichem Wiesenland. Die Eingemeindung von Esch erfolgte 1975, Esch/Auweiler entstand.

 

Finkenberg

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Foto: Daniel Zakharov

Ab Ende der 1960er Jahre entsteht hier auf Eiler Ackerflächen das sogenannte „Demonstrativbauvorhaben des Bundes“ – Spitzname „Demo“. Lange ein Teil von Eil, wurde Finkenberg erst 2007 eigenständig und der 86. Stadtteil Kölns.

 

Flittard

Hier im rechtsrheinischen Norden Kölns, kannte man die Hochwassergefahren des Rheins – der Name bedeutet fließende, an- oder weggeschwemmte Erde. Seit 989 ist Flittard urkundlich erwähnt. Nach dem Deichbau 1894 war Flittard bis zu einer Hochwasserhöhe von 10 Meter Kölner Pegel geschützt.

 

Flussviertel

Ahr, Mosel, Main, Erft, Saar, Sieg – das Flussviertel im Süden von Rodenkirchen, zwischen Sürther und Weißer Straße gelegen, trägt seinen Namen zu Recht!

 

Fühlingen

Seit der Jungsteinzeit ist der hochwassersichere Hügel besiedelt. Zwischen Feldern und dem bis 1978 entstandenen Fühlinger See hat sich eine dörfliche Struktur erhalten. Entlang der Neusser Straße war das Zentrum des Dorfes, das sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt. 1289 wird ein Ort Vuilen (Fühlingen) benannt. Die Endung -ingen deutet auf eine fränkische Gründung. Vuilen geht auf das Wort „Faulung“ zurück und verweist auf die Lage am Worringer Bruch: Siedlung am Faulwasser.

 

Garten-Siedlung

Die „Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Kölner Gartensiedlung eGmbH“ wurde 1919 gegründet. 1920 bis 1926 wurden in Bickendorf die ersten Wohnungen eröffnet – weitere Gartensiedlungen folgten. Die Eigenheimsiedlung sollte die akute Wohnungsnot in Köln bekämpfen und den Bewohnern durch die Gärten Selbstversorgung ermöglichen.

 

Georgsviertel

Siehe Waidmarktviertel

 

Gereonsviertel

Der heilige Gereon ist einer der bekanntesten Schutzheiligen Kölns. Wie der heilige Mauritius war er Mitglied der Thebäischen Legion und starb in Köln den Märtyrertod. Ein antikes Gräberfeld im Umkreis der Kirche wurde im Mittelalter zu einer lukrativen Quelle für den Reliquienhandel.

 

Gewürzviertel

Dill und Thymian, Malve und Melisse: Hier an der südlichen Grenze von Höhenhaus liegt das ruhige Wohnviertel, das seinen Namen von den wohlriechenden Gewürzpflanzen seiner Straßennamen herleitet.

 

Godorf

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Foto: Daniel Zakharov

Römer und Franken siedelten hier. Erwähnt ist der Ort Gudegedorp seit 1173 – Georgs Dorf. Wer dieser Georg war, ist unbekannt. Berühmt ist Godorf nicht für seinen Hafen und die Industrie, sondern auch als Mühlenstandort seit dem 12. Jahrhundert.

Gremberghoven

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In den 1920er Jahren entsteht der Ort, auf dessen Gebiet seit 1577 der Neuenhof lag. Ab 1919 entstand die Siedlung Gremberghoven als Wohnsiedlung für die Arbeiter des Verschiebebahnhofs Gremberg – die „Kolonie“. Die Wohnhäuser der ehemaligen Eisenbahnersiedlung sind kreisförmig angelegt.

 

Grengel

Zwischen Lind und Urbach liegt das Veedel, dessen Namen sich von „Grindel“, das Schlagbaum oder auch Grenzposten bedeutet, ableitet. Hier befand sich eine bergische Zollstation. Die Fläche verdoppelte sich mit der Eingemeindung 1975: der Flughafen gehört seitdem zu Grengel.

 

Hahnwald

„Hanen by Sorden“ – bei Sürth – oder auch „Hanen an der Bunre straissen“ – an der Bonner Straße –heißt es im 13. und 14. Jahrhundert: Welche Bedeutung der Gockel hatte, oder ob es nicht vielmehr von Hain kommt und die großen Waldgebiete bezeichnet, ist ungewiss. Belegt ist die Flurbezeichnung „Zum Hendtgen“ – Hainwald. Gab es früher nur Landwirtschaft – der Hermannshof erinnert noch heute daran – begann in den 1920er Jahren der Ausbau zur Villensiedlung als zweites Marienburg.

 

Heimersdorf

Seit dem 12. Jahrhundert ist der Name belegt – unklar ist seine Herkunft. Ob das Dorf nach einem gewissen Heimwart oder auf „haimar haris“ – im übertragenen Sinne für Kaserne – zurückzuführen ist, kann nicht belegt werden. 1888 eingemeindet, begann hier 1961 der Bau der „Neuen Stadt“

 

Höhenberg

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Foto: Daniel Zakharov

An der Kreuzung von Olpener und Frankfurter Straße liegt das Zentrum des Veedels. 1840 lebten hier ganze vier Einwohner. Drei Kreuzungsecken gehörte zu je einer anderen Bürgermeisterei: Mülheim, Merheim, Vingst. Die Kreuzung lag auf einer leichten Anhöhe – Höhenberg. Mit der Errichtung der Germaniasiedlung ab 1920 dehnte sich das Veedel weiter aus.

Höhenhaus

Zwischen Mülheim und Dünnwald entstanden auf offenem Feld in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die ersten Häuser entlang der Berliner Straße. Das „Haus auf der Höhe“ wurde 1843 erstmals erwähnt. Mit Gut Schönrath und dem Rodderhof lag die Siedlung auf dem Gebiet von zwei Gutshöfen, die seit dem Mittelalter bekannt sind.

 

Holweide

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Foto: Daniel Zakharov

Im 19. Jahrhundert noch eine Häusergruppe mit 10 Häusern, umgeben von den Dörfern Schweinheim, Wichheim und Schnellweide. Womöglich waren die Weiden an der Strunde für die Namensgebung verantwortlich: In alten Quellen taucht der Name „An der hohlen Weide“ auf.

 

Humboldt/Gremberg

Zwei eigentlich unabhängige Orte: Seit 1003 bekannt ist der Gremberger Wald. Gremberg leitet sich von Gravenbruch her und bezeichnete die Grenze zwischen Kurköln und dem Herzogtum Berg. Ecke Roddergasse und Gremberger Straße entstanden weitere Häuser. Humboldt entstand als Arbeiterkolonie der Kalker Maschinenbau-AG Humboldt in den 1870er Jahren – die Firma war nach Alexander von Humboldt benannt.

 

Iddelsfeld

Erst 1910 wurde der Ort zusammen mit anderen zu Holweide zusammengefasst. Bereits 1222 ist der Rittersitz Burg Iddelsfeld überliefert, die Iddelsfelder Mühle existiert bis heute..

 

Immendorf

Eine alte Uferböschung, der Heidenberg, diente den ersten Bewohnern als Wohnplatz. Noch heute ist der Höhenunterschied an der Kirche St. Servatius erkennbar. Bis hier führte der Rhein sein Hochwasser. Der Name – wenn auch immer wieder auf die Imme, also Biene, hingewiesen wird – geht wohl auf einen Emmo oder Immo zurück.

 

Junkersdorf

„Guntheresthorb“ taucht schon 962 urkundlich auf, ist aber wohl noch älter. Das Junker- leitet sich von einem gewissen Gunthari ab. Bis heute hält sich hartnäckig die These, das Veedel würde sich von dem Begriff „Junker“ ableiten. Seit der Gebietsreform zählt auch Marsdorf und das Gut Horbell zu Junkersdorf.

 

Justiz-Viertel

Dominiert wird das Viertel an der Kreuzung von Universitätsstraße und Weißhausstraße durch das Justizzentrum. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Sülz entstand bis 1981 das 105 Meter hohe Gebäude, das Amts- und Landgericht sowie die Staatsanwaltschaft beherbergt.

 

Kalk

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Foto: Daniel Zakharov

Das mittelhochdeutsche „kolk“ – Sumpf, Morast – gab dem Veedel wohl seinen Namen. Die ersten Siedler ließen sich auf der Kalker Höhe nieder. Seit 1003 ist eine Villa Calca belegt – ein Hofgut an den sumpfigen Niederungen eines mittlerweile verlandeten Rheinarms. Da Kalk an der Handelsstraße nach Bergisch Gladbach lag, wo schon die Römer reiche Kalkvorkommen nutzen, kann auch der Baustoff namensgebend gewesen sein. Mit der Industrielaisierung wandelte sich das Veedel radikal.

Kapitol-Viertel

Zwischen den Bächen und der Cäcilienstraße befindet sich das Kapitol-Viertel. Das Veedel steht auf historisch bedeutendem Boden: Hier befand sich zur Römerzeit der Tempel für die Kapitolinische Trias Jupiter, Juno und Minerva, die bedeutendsten römischen Götter. Auf den Fundamenten des römischen Tempels wurde später eine Kirche gebaut: Maria im Kapitol. Der Zugang zum Kirchengeländer erfolgt noch heute durch das Dreikönigenpförtchen.

 

Kasselberg

In direkter Nachbarschaft zum Rhein liegt das Veedel. Früher mündete die Wupper direkt am anderen Ufer in den Rhein. Zwar lässt sich der Name vom Lateinischen castellum – Befestigungsanlage – ableiten – ob der Ort an der Alten Römerstraße nach Neuss und Xanten aber tatsächlich so alt ist, ist umstritten. Bei Hochwasser wird das Veedel zur Insel.

 

Kleinherl

Im Stadtteil Buchheim liegt das kleine Veedel, dessen Namen von der Burg Herl stammt. Es ist die älteste Wasserburg im rechtrheinischen Köln. Gelegen an der Strunde gehört auch die Herler Mühle zu dem Ensemble. Kleinherl war auch als West-Wichheim bekannt – noch heute zeugt die Siedlung Wiechheim im benachbarten Holweide von den alten Ortsstrukturen. Der Herler Ring ist bis in die Gegenwart eine Hauptstraße des Veedels.

 

Klettenberg

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Foto: Daniel Zakharov

1888 wurde das nahezu unbebaute Gelände zwischen Luxemburger Straße und den Bahngleisen eingemeindet. Das Gut Klettenberg ist seit 1225 bekannt. Ein toter Rheinarm – klebrige Feuchtigkeit – oder auch fester Ton, Lehm – hier gab es Kiesgruben und Ziegeleien – können für den Namen herangezogen werden. Das Gelände ist leicht erhöht – lange sprach man von „auf dem Klettenberg“.

Kölnberg

In Meschenich entstand die Hochhaussiedlung, die umgangssprachlich schnell als Kölnberg bekannt wurde. Entschieden hat das Vorhaben der Rodenkirchener Rat noch vor der Eingemeindung. 1973 wurde hier der „Wohnpark auf dem Kölnberg“ errichtet: eine Hochhaussiedlung auf einer kleinen Erhebung. Neun Gebäude bilden den Komplex. Bis zu 26 Stockwerke stehen im Kontrast zu den dörflichen Strukturen Meschenichs.

 

Komponisten-Viertel

Direkt hinter dem Hohenstaufenring liegt Musik in der Luft: Die Straßen sind benannt nach Beethoven, Händel, Mozart und Richard Wagner. Hier wohnt es sich ruhig – aber in direkter Nähe zum Kwartier Latäng!

 

Kriel

Der Krieler Hof gehörte der Kölner Stiftskirche St. Gereon. Die Geistlichen versorgten sich so mit Getreide, Eier und Fleisch. Überliefert seit dem 12. Jahrhundert sind die Namen „Crele“ oder „Kreylle“. Die „Herrlichkeit Kriel“ war eine bedeutende Ansiedlung. Bekanntestes Gebäude ist heute das Krieler Dömchen. Eigentlich heißt die Kirche Alt St. Stephan und stammt aus dem 10. Jahrhundert. Der Einflussbereich der Pfarrkirche reichte bis nach Klettenberg.

 

Kunibert-Viertel

Das nördlichste Viertel in der Altstadt hat seinen Namen von der romanischen Kirche St. Kunibert. Es ist die jüngste unter Kölns romanischen Kirchen – 1210 wurde mit dem Bau begonnen. Kunibert war Bischof von Köln und wurde um 600 geboren. Er war Berater von König Dagobert – an ihn erinnert noch heute die Dagobertstraße im Veedel.

 

Künstler-Viertel

Im Süden von Köln, am Rande von Weiß, liegt das Künstlerviertel. Es trägt seinen Namen nicht, weil unter den Bewohnern so viele Künstler leben. Die Straßen des Viertels sind nach Nolde, Rubens, Holbein, Liebermann und anderen berühmten Künstlern benannt.

 

Langel lrh

Im Norden von Köln grenzt direkt an den Rhein Langel. Nur wenige Kölner wissen, dass es zwei Veedel mit dem Namen gibt. Seit dem Mittelalter ist hier ein Fischerdorf bekannt. Im Jahr 1688 wurde der Ort nach der Sichtung eines Wals berühmt. Der Name bedeutet „lange Aue“ oder auch „langes Dorf“. Seit 1922 gehört Langel lrh zu Köln.

 

Langel rrh

Erst 1975 kam mit der Eingemeindung von Porz auch das zweite Langel zu Köln. Der Name bedeutet auch hier „lange Aue“ oder auch „langes Dorf“. Langel liegt ganz im Süden von Köln, ebenfalls direkt am Rhein. Schon im Jahr 965 wurde der Ort als Langalon erwähnt.

 

Libur

Ganz im Kölner Süden, kurz vor der Stadtgrenze, liegt Libur. Umgeben von Feldern ist Libur mehr ein Dorf als ein städtisches Veedel. Kein anderer Stadtteil liegt so weit im Süden. Der Name bezeichnet ein Haus, das Schutz bietet. Womöglich, weil der weit vom Rhein entfernte Ort sicher vor Hochwasser war. Es gibt aber auch Hinweise, dass es sich um ein Haus an einem alten Grabhügel handelt. Heute ist Libur das Veedel mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte.

 

Lind

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Foto: Daniel Zakharov

1165 wird der Ort, der zwischen Grengel, Libur und Troisdorf-Spich liegt, erstmals erwähnt. Im Linder Bruch wurde früher Torf gestochen. Ob der Name von der Mittelhochdeutschen Bezeichnung für Acker oder Land abgeleitet wurde, oder von „Band“ kommt und auf den langen Bruch zwischen Lind und Spich verweist, muss offen bleiben.

 

Lindenthal

Siehe Alt-Lindenthal.

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Foto: Daniel Zakharov

Lindweiler

Ein Hof und ein kleines Dorf sind seit 1276 erwähnt. Der Namensbestandteil Weiler verweist noch heute auf das Gehöft und die wenigen Häuser. Lind könnte – wie schon bei Lind und Lindenthal – auf den gleichnamigen Baum, aber auch auf Band oder Acker, Land, zurückgeführt werden. 1977 wird Lindweiler von Heimersdorf abgetrennt und zu einem eigenständigen Stadtteil.

 

Longerich

Als Lunrike taucht der Ort 927 erstmals in den Quellen auf. Besiedelt ist der Ort aber seit über 3.000 Jahren. Vielleicht geht der Name auf das Lateinische zurück und bedeutete Siedlung des Lunus.

 

Lövenich

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Foto: Daniel Zakharov

Der Ort Louenich taucht in mittelalterlichen Urkunden auf. Hier lagen der Roitstockhof und der Spiegelhof. Womöglich geht der Name auf Lateinische Begriffe zurück: Sowohl Blumensiedlung – Lupine – oder ein Gut der Kelten – der Personenname Luvin – werden als Erklärung angegeben. Auch „loh-venahhi“ kommt in Frage – Sumpf im Wald.

Märchen-Siedlung

1927 entstand die Märchensiedlung, die betont romantisierendes Wohnen für Besserverdiener bieten sollte. Rotkäppchenweg, Dornröschenhecke, Siebenrabengasse und Schneewittchenweg erinnern an die Märchen der Gebrüder Grimm. Ohne Bürgersteige und durch viele Bäume soll die Siedlung mittelalterlich und ländlich wirken.

 

Marienburg

Marienburg sollte das klassizistische Landhaus des Kölner Kaufmanns Paul Johann Hagen in Anlehnung an seine Tochter heißen. Er ließ das Haus zwischen Oberländerufer und Militärringsstraße 1844 bauen. Die Villa entstand auf einem alten Galgenhügel. Später wurde ein beliebtes Ausflugslokal aus der Marienburg, die als Ursprung der späteren Villenkolonie gilt. Neben dem Veedel Marienburg liegt auch die Arnoldshöhe – eine Anhöhe. Hier war das Lager der römischen Rheinflotte.

 

Martins-Viertel

Im Sprachgebrauch gilt das Martinsveedel heute als die eigentliche Altstadt. Hier befand sich eine Rheininsel, die seit dem 1. Jahrhundert nach Christus auch bebaut war – andere Stadtteile sind also deutlich älter! Dominiert wird das Veedel durch die romanische Kirche Groß St. Martin – lange Jahre das dominierende Gebäude der Kölner Skyline. Geweiht ist sie Dem Heiligen Martin von Tours, den wir von den Martinszügen im Rheinland gut kennen.

 

Mauenheim

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Selbst der kleinste Stadtteil lässt sich in Veedel unterteilen: Mauenheim, Nibelungensiedlung und Grüner Hof. Der Name Mauenheim, seit dem 12. Jahrhundert belegt, geht auf das lateinische Wort „mare“ zurück und verweist auf einen Teich, der bis um 1900 überliefert ist. Der Hof am Wasser hieß dann Mauenheim. Die Veedel Nibelungensiedlung und Grüner Hof wurden von der GAG und Architekt Riphahn in den 1920er Jahren gebaut.

Mauritius-Viertel

Den Namen hat das Veedel von der Kirche St. Mauritius. Ihr gegenüber liegt das ehemalige barocke Alexianerkloster – die heutige Wolkenburg. 1141 wird die erste Kirche geweiht. 1865 wird der neugotische Bau nach Plänen von Vinzenz Statz eingeweiht. Der heilige Mauritius war der Legende nach der Anführer der Thebäischen Legion, zu der auch der heilige Gereon gehörte.

 

Melaten

Rund um den Zentralfriedhof liegt das Veedel. Schon im 12. Jahrhundert gab es hier ein Heim für Aussätzige und Kranke – 1 Kilometer vor der Stadtmauer gelegen, um Ansteckungen zu vermeiden. Auf der anderen Seite der Aachener Straße befand sich die Hinrichtungsstätte Kölns, genannt Rabenstein. Melaten stammt vom französischen malade – Krank sein – ab.

 

Merheim lrh

Siehe Weidenpesch

 

Merheim rrh

Rund um die Kirche St. Gereon entstand das gleichnamige Dorf, das früh einen großen Einfluss über die umliegenden Dörfer besaß. Der Namensteil Mer- geht auf die fränkische Bezeichnung für ein seichtes, stehendes Gewässer zurück. Eine geschlossene Hofanlage nannte man Heim – die Hofanlage am stehenden Gewässer. 1914 wurde die Bürgermeisterei Merheim mit allen dazugehörenden Dörfern eingemeindet.

 

Merkenich

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Foto: Daniel Zakharov

Hier verlief seit der Römerzeit eine wichtige Handelsstraße über Neuss, Xanten bis Nijmegen. Entlang der Rheingrenze gab es Wachtürme – die Kirche St. Bricitus geht womöglich auf einen solchen Turm zurück. Der Name Mirkenich oder auch Myrkenich sind überliefert. Ob Merkur, Gott des Handels, oder das lateinische Wort mercator – Kaufmann – für den Namen ursächlich sind, bleibt offen.

 

Meschenich

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1166 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Nördlich der Alten Kölnstraße entstand der Ort – hier verlief die alte Ost-West-Römerstraße von Trier über Euskirchen, Brühl nach Köln. Der Name kann aus dem Lateinischen stammen – Mascini-us und –acum – was auf einen Personennamen zurückginge. Siedlung des Mascinus. Oder der Name geht auf das Fränkische zurück und bezeichnet den Personennamen Megi – was so viel wie „bei den Leuten des Megi“.

Michaelshoven

Südlich von Rodenkirchen, zwischen Sürth und Weiß, liegt Michaelshoven. Das Diakoniedorf entstand 1954 als Heim für Kriegswaisen. In ihrem Zentrum steht die Erzengel Michael-Kirche, die den Namen gab. Zwischen 1965 und 1980 wächst die Siedlung rasant.

 

Mielenforster Heide

Den Namen übernahm das Veedel am Rande von Dellbrück vom nahegelegenen Hof Mielenforst. Das ehemalige Rittergut wurde in den 1880er Jahren errichtet; ein Geschlecht von Mielenforst ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Miel- stammt vom keltischen „mil“ – weich, sumpfig – ab. Also ein sumpfiger Wald.

 

Moorslede

Benannt nach der Kaserne zwischen Kützeler und Thurner Heide in Dellbrück, hat der Name tatsächlich nichts mit Köln zu tun. 1946 übernahmen belgische Soldaten die Kaserne aus den 1930er Jahren und benannten sie nach der belgischen Gemeinde in Flandern. Heute nutzen Zollkriminalamt und Bundespolizei die Kaserne.

 

Mühlheim

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Mülheim, 1098 erstmals urkundlich erwähnt, liegt in der Nähe des mit Mühle besetzen Stundenerbachs. 35 Mühlen sind belegt und sie gaben dem Veedel seinen Namen. 1914 wurde Mülheim eingemeindet.

 

Müngersdorf

Mundestorp heißt es in einer Urkunde aus dem Jahr 980. Der Name weißt auf einen Personennamen wie „Mundo“ oder „Mundin“ hin. Aber es kann auch als geschützter Ort übersetzt werden.

 

Naumann-Viertel

Im Stadtteil Riehl errichtet die GAG in den späten 1920er Jahren die Naumann-Siedlung, die sich im Verlauf der Jahrzehnte zu einem beliebten Veedel entwickelt hat. Höhenunterschiede von bis zu zwei Baugeschossen verweisen auf Lehmgruben, die hier bis in die 1920er Jahre lagen. Wie der gleichnamige Naumannplatz ist das Veedel nach dem Begründer der Vogelkunde Johann Friedrich Naumann benannt.

 

Neubrück

Konrad Adenauer legte 1965 den Grundstein auf dem ehemaligen Fliegerhorst Ostheim. Nach ihm benannt wurde Neubrück offiziell jedoch nicht. Die Bewohner sprachen dennoch lange von der „Adenauer-Siedlung“. Erst 1992 wurde Neubrück eigenständiger Stadtteil und von Brück abgetrennt.

 

Neuehrenfeld

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1871 wurde das erste Haus in der Ottostraße gebaut – 1954 wurde Neuehrenfeld offizieller Stadtteil. Auch das Veedel Takufeld gehört zum Stadtteil, Straßen und Plätze sind Orten und Persönlichkeiten der deutschen Kolonialgeschichte benannt.

 

Neumarktviertel

Hier liegt auch das Apostelveedel – die Grenzen sind fließend. Während die erste Kirche St. Aposteln nach ihrem Bau noch außerhalb der Stadtmauer lag, ist der Neumarkt als „novo mercato“ seit 1076 bekannt. St. Aposteln entsteht in ihrer heutigen Form um 1200 und dominiert bis heute den Neumarkt. Ob der Neumarkt nun zum Cäcilien-, Apostel- oder doch Neumarktveedel gehört, ist nicht sicher. Hier wurde im Mittelalter Vieh verkauft, Turniere und Paraden veranstaltet.

 

Niehl

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Nyhel oder Nöl – eine steile Böschung. Das kleine Fischerdorf im Norden Kölns hat seinen Namen von einer Anhöhe am Rhein. Hier traf die römische Straße von Köln nach Neuss auf das Rheinufer – die heutige Niehler Straße. 927 wird der Ort das erste Mal erwähnt. 1888 wurde Niehl eingemeindet. Nach der Ansiedlung der Ford-Werke 1929 sowie anderer Industriebetriebe war die beschauliche Zeit des Bauern- und Fischerdorfes beendet.

Nippes

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Nippes taucht erstmals 1549 in einer Urkunde auf. Ein bekanntes Gasthaus (in Höhe der heutigen Florastraße, die damalige „Kappesgasse“) trug den Namen. Dieses „Nipp-Haus“ kann als Haus auf einer Anhöhe interpretiert werden. Das Nippeser Tälchen markiert den Verlauf eines alten Rheinarms. Hier lag das alte Zentrum von Nippes. Zusammen mit der Bürgermeisterei Longerich wird Nippes 1888 eingemeindet.

 

Ossendorf

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980 wird das Veedel erstmals erwähnt. Im Bereich der heutigen Frohnhof- und Iltisstraße lagen mehrere Höfe. Ob der Ortsnamen auf den Personennamen Osso oder Anso zurückgeht, oder doch „Ossen“ von Ochsen stammt, ist nicht geklärt. Die Nachbarveedel (Bickendorf, Marsdorf, Widdersdorf) lassen aber auf Viehzucht schließen.

Ostheim

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Ein „Apostahem“ taucht 959 in den Quellen auf. Ein Dorf im Osten ist die Bedeutung hinter dem Namen. Aber östlich wovon? Womöglich östlich des kleinen und des großen Maarbergs und des ehemaligen Sees zwischen den Bergen – den Resten eines eiszeitlichen Rheinarms.

 

Pantaleons-Viertel

Benannt nach der romanischen Stiftskirche St. Pantaleon, waren hier im Mittelalter die Rotfärber zuhause. Der Duffesbach wurde zum Waschen genutzt – die Straße Rotgerberbach hat daher ihren Namen.

 

Pesch

Hier gab es Acker- und Weideland, eine Trift für das Vieh. Der Name ist vom Lateinischen „pascuum“ abgeleitet, was so viel wie Weide bedeutet. Da es auch die alte Schreibweise Busch gibt, könnte auch der kleine Wald „Pescher Holz“ für den Namen ursächlich sein.

 

Poll

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Seit 1888 ein Teil von Köln, liegt am rechtsrheinischen Ufer das alte Fischerdorf. Maifisch, Sommer- oder Wintersalm wurden von den Poller Fischerfrauen auf den Märkten in Köln angeboten. Die Fischereitradition lässt sich noch immer in den Straßennamen „Salmstraße“, „Maifischgasse“ oder „Hechtstraße“ ablesen. Der Name leitet sich von Pfahl oder Polder ab, aber auch das altkölnische Wort „pöhl“ – Pfütze – dient als Erklärung. Es verweist auf das regelmäßige Hochwasser.

Porz

Seit 1975 ein Teil von Köln, ist Porz seit 1019 schriftlich erwähnt. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen Begriff porta – Tor – oder portus – Hafen – ab.

 

Raderberg

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Ob ein gerodeter Berg oder die alte Hinrichtungsstätte Marterberg – das Veedel im Süden Kölns ist seit dem Mittelalter bekannt. Das Zentrum lag an der heutigen Kreuzung Brühler Straße – Bonner Straße. Zusammen mit Arnoldshöhe und Mannsfeld entstand der heutige Stadtteil Raderberg.

Raderthal

Auch hier könnte früher einmal ein Wald gewesen sein, der dann gerodet wurde. Wie Rath und Rodenkirchen geht der Name Raderthal auf „roden“ zurück. Das Tal lässt sich auf das ehemalige Flussbett des Rheins in diesem Bereich zurückführen. Raderthal ist seit dem 13. Jahrhundert belegt.

 

Rath/Heumar

Der Doppelort – bis heute nicht mit Bindestrich geschrieben – war über 400 Jahre getrennt. Rath, dessen Name auf eine Rodung zurückgeht – der Königsforst ist nahe – gehörte zu Merheim und wurde 1914 eingemeindet. Heumar, der ältere der beiden Orte, erhält seinen Namen durch einen alten Rheinarm. Bei Hochwasser flohen die Bewohner auf eine kleine Anhöhe, den Flohberg. Heumar gehörte bis 1975 zu Porz. Erst seit der Eingemeindung ist der Doppelort wieder vereint.

 

Rathenau-Viertel

Für die einen das Rathenau-Viertel, für die anderen das Kwartier Latäng – in Anspielung auf Pariser Studentenviertel Quartier Latin. Seine vielen Bars und Kneipen locken jeden Abend die Nachtschwärmer an – besonders Studenten der nahegelegenen Universität. Seinen Namen hat das Veedel wie der gleichnamige Platz in Erinnerung an den 1922 ermordeten Politiker und AEG-Erben Walther Rathenau. Auf der Roonstraße befindet sich Kölns Synagoge.

 

Rheinkassel

Entlang der alten Römerstraße zwischen Köln und Neuss entstand die Siedlung, deren Name auf ein römisches Kastell zurückzuführen ist. Der Ort gegenüber der Wuppermündung war strategisch bedeutend. Im Jahr 670 wurde der Ort das erste Mal schriftlich erwähnt.

 

Riehl

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Als ländlich geprägte Ansiedelung wurde Riehl 972 das erste Mal erwähnt. Der Name lässt sich auf das Keltische Wort rigola für Flusslauf oder regula für Metallstange zurückführen. Aber auch das Lateinische rigodulum – Königsbusch – könnte als Ursprung gelten.

Rodenkirchen

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Im Rheinbogen liegt Rodenkirchen. Der Wortteil Roden- stammt wohl von roden, urbar machen, ab. Hier lagen große Waldgebiete. Überliefert ist die alte Schreibweise Rodenkyrchion. Die zweite Silbe geht entweder auf den Besitzer der Rodung zurück oder gibt Hinweise, dass sich neben einer Siedlung auch eine Kirche auf der Rodung befand.

Roggendorf/Thenhoven

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Roggendorf, ein von Roggenfeldern umgebenes Dorf, im fruchtbaren Worringer Bruch, ist seit dem 14. Jahrhundert überliefert. Thenhoven, seit 948 bekannt, geht wahrscheinlich auf den Personennamen Tiedo (Dietrich) zurück. 1954 wurden die beiden Orte zusammengefasst.

Rondorf

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1922 wird eine Siedlung namens Rumenthorp erwähnt. Ausgrabungen haben fränkische Siedlungsreste belegt. Daher könnte der Name eine Abwandlung eines Personennamens sein: Hruam oder Ruomo.

Schweinheim

Kaum bekannt, liegt im Stadtteil Holweide, das alte Veedel Schweinheim an der Strunde. 1828 lebten hier 314 Personen – in Holweide nur 10! Die Straßen „In der Hütte“ und die „Schweinheimer Straße“ lassen den alten Ortskern noch immer erahnen. 1910 wurden die ehemaligen Dörfer zu Holweide zusammengefasst. Am 1. April 1914 wurde Holweide als Teil von Merheim nach Köln eingemeindet.

 

Sechzig-Viertel

Südlich des ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerkes Nippes liegt das Veedel rund um die Sechzigstraße. Vor dem Haupttor im Süden des Ausbesserungswerkes hatte sich 1862 zunächst eine „wilde“ Siedlung gebildet – genannt „Sechzig“. Angeblich, weil die „Rheinische Eisenbahngesellschaft“ hier genau 60 Morgen Land besaß. Erst später wuchs die Siedlung mit Nippes zusammen durch eine Verbindung zur Neusser Straße.

 

Seeberg

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Über 70 Vorschläge wurden 1963 vom Rat der Stadt diskutiert – schließlich entschied man sich für ein Kunstwort: Eine kleine Anhöhe im Gelände sowie der naheliegende Fühlinger See wurden kombiniert: Seeberg entstand als Name für die neue Siedlung am 30. April 1964.

 

Severinsviertel

Benannt nach der romanischen Kirche St. Severin liegt im Süden der Altstadt das Severinsviertel. Zentrale Achse des Veedels ist die Severinsstraße. Schon zur Römerzeit war die Straße eine der Hauptstraßen Kölns. Heute zeugt noch das stolze Severinstor von der ehemaligen Stadtbefestigung. Die Kirche St. Severin ist dem dritten Bischof Kölns, dem heiligen Severin, geweiht. Er lebte im 4. Jahrhundert nach Christus.

 

Stammheim

959 wird der Ort urkundlich erwähnt. Ob der Ort seinen Namen von den Herren von und zu Stammheim erhalten hat, oder ob das Wort stammeren/stammeln in Verbindung zu bringen ist, muss offen bleiben. 1914 wurde Stammheim eingemeindet.

 

Sülz

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Der Name geht auf das Wort Sul – ein nasser Sumpf oder Morast – zurück. Belegt ist der Name seit dem 12. Jahrhundert. Hier befanden sich einige Höfe, unter anderem der Sülzer Hof. 1845 entstand hier eine Neubausiedlung, Kies- und Sandgruben sowie eine Ziegelei.

Sürth

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Als Dorf schon 1067 bekannt, hieß das Veedel früher Sorethe. Althochdeutsch steht dieser Name für „trockener Ort“. Aber auch das gegensätzliche „Sumpf, Morast“ wird angegeben. Der Widerspruch löst sich auf, wenn man sich die Siedlung auf dem Trockenen neben dem Sumpf vorstellt.

Thielenbruch

Thiel von Thurn war im 15. Jahrhundert Besitzer des Thurner Hofs und Inhaber des Thielenbruchs. Bruch leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort für Moorboden, Sumpf ab und deutet auf sumpfiges Gelände hin.

 

Thurn

Thurn am Strundener Bach ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Seit dem 12. Jahrhundert ist der Thurner Hof bekannt, zu dem auch eine Getreidemühle an der Strunde gehörte. Als ältester bekannter Besitzer gilt Heinrich von Thurn. Der Familienname wurde früher „vamme Thurne“ – vom Turm – geschrieben.

 

Urbach

Ob der Name von Urbich – alter Bach – oder auf Ur-, Au- oder Auel- für Sumpf zurückzuführen ist, ist unklar. Gesichert ist, dass die Siedlung am Rande eines alten Rheinarms lag. Aber auch die Schreibweise Orbach ist belegt, was auf Eisenerzvorkommen deuten könnte. Die Siedlung lag günstig an der Verbindungsstraße vom Rhein zur Agger.

 

Ursula-Viertel

Hier liegt die romanische Kirche St. Ursula, die Kirche der heiligen Jungfrauen. Kölns Stadtpatronin wird seit dem Mittelalter verehrt. Früher wurde das Viertel, in dem sich ein antikes Gräberfeld befand, auch Märtyrerviertel genannt. Doch auch die Bezeichnung Klingelpützveedel – das gleichnamige Gefängnis ist bis heute ein Begriff – wird verwendet. Der Name geht auf die Familie Clingelmann zurück, die hier Brunnen – auf Kölsch „Pütz“ – unterhielt.

 

Üsdorf

Üsdorf liegt am westlichen Zipfel des Stadtteils Weiden – und damit an der Stadtgrenze. Bis ins 13. Jahrhundert reicht die Geschichte des Veedels zurück, das damals noch Oynstorp hieß – aus dem Althochdeutschen für Dorf im Wasser oder Dorf im Wiesenland. Höfe, Felder und Äcker reichten über die Aachener Straße hinaus – auch die „Weide“ gehörte den Üsdorfer Gutsherren. Weiden war demnach lange von dem heute beschaulichen Veedel abhängig.

 

Vingst

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Vinhem taucht 1003 in den Quellen auf. Wahrscheinlich war das Gebiet im Osten Kölns schon zur Römerzeit besiedelt: Der Name leitet sich nämlich von dem lateinischen Wort vinitor – Winzer – ab. Hier befand sich ein sumpfiges Gebiet, das auf einen eiszeitlichen Rheinarm zurückzuführen ist.

Vogelsang

Einst lagen hier nur Felder. Zu Beginn der 1930er Jahre wurde hier eine „Stadtrand- oder Erwerbslosensiedlung“ gegründet. Zuvor gab es bereits das Gut Vogelsang. Der Namensbestandteil -sang könnte von sengen, brennen, abstammen und auf Brandrodung verweisen. Wie die Nachbarorte im Kölner Westen auf Viehhaltung hinweisen – Ossendorf (Ochsen), Bickendorf (Schweine), Marsdorf (Pferde) – könnte auch Vogelsang auf Federviehzucht zurückzuführen sein.

 

Volksgarten-Viertel

Wie die gesamte Neustadt, geht auch das Volksgarten-Viertel auf die Stadterweiterung der 1880er Jahre zurück. Baurat Josef Stübben plante die neuen Viertel in einem Halbkreis um die bestehende Altstadt herum. Der Volksgarten wurde ebenfalls in den 1880er Jahren errichtet. An der Stelle befand sich zuvor eine preußische Festungsanlage, das Fort Paul. Der Park war der erste Teil des späteren Inneren Grüngürtels. Der Volksgarten diente als Naherholungsgebiet.

 

Volkhoven/Weiler

34 Jahre lang verlief die Stadtgrenze mitten durch das Doppeldorf. Volkhoven wurde bereits 1888 eingemeindet, Weiler erst 1922. Weiler stammt aus dem Mittellatein und bezeichnet ein Gehöft mit einigen umstehenden Häusern. Die Endung des Namens Volkhoven bedeutet bäuerliche Ansiedlung und geht auf das Althochdeutsche hov zurück. Ob Volk- auf das Althochdeutsche volk zurückgeht, was Volk oder Kriegsvolk bedeutet, oder aber auf das Wort fol – voll – zurückgeht, ist unklar.

 

Wahn

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Seit 1100 ist die Siedlung Wande bekannt. Der Name des Veedels im Kölner Osten kann auf Kehre, Grenze zwischen zwei Markierungen, zurückgehen. Aber auch wanda – Wirbel, Strudel – kann als Erklärung herangezogen werden. Auch kann Wande als Wasser übersetzt werden. Da Wahn in einer Senke liegt, die früher Teil eines Rheinarms war, sind die Anklänge an Wasser, Wirbel oder Strudel naheliegend.

 

Wahnheide

Bis zum Ersten Weltkrieg hieß der Ort Biesel oder An der Biedel. Ein Truppenübungsplatz führte zum Wachstum des Ortes. Der heutige Name entstand aus der Verkürzung von Wahner Heide und setzte sich binnen drei Jahrzehnte durch.

 

Waidmarktveedel

Rund um die Kirche St. Georg, am Waidmarkt, liegt das kleine Georgsviertel. Die romanische Kirche ist eine der ältesten Kirchen Kölns und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie ist dem heiligen Georg, dem Drachentöter, gewidmet. Früher bildete der Duffesbach die Grenze zum Kapitol-Viertel. Heute ist der in Hürth-Knappsack entspringende Bach kanalisiert.

 

Weiden

Hier verlief die alte Römerstraße nach Aachen. Und das Römergrab – eines der bedeutendsten Denkmäler römischer Zeit nördlich der Alpen – zeugt bis heute davon. Das Gelände gehörte später zu Üsdorf. Höfe, Äcker und Felder bestimmten die Gegend. Der Name leitet sich von dem gleichnamigen Baum ab.

 

Weidenpesch

Eigentlich als Merheim lrh – linksrheinisch – in den Geschichtsbüchern bekannt, wurde das Veedel erst 1951 in Weidenpesch umbenannt. Zu viele Verwechslungen gab es – vor allem bei der Post. Merheim deutet eigentlich auf ein seichtes, stehendes Gewässer hin, das im Bereich der Neusser Straße lag. Hier lag aber auch der Weidenpescher Hof, seit 1610 nachweisbar. Weidenpesch bedeutet so viel wie Weideland oder Trift – also den vom Vieh benutzten Weg zwischen Stall und Weide.

 

Weiß

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Aus dem Althochdeutschen stammt der Name des Veedels im Kölner Süden, das in der Vergangenheit für seinen Wein berühmt war. Seit 1130 ist der Ort bekannt, dessen Name „Wiese, fruchtbares Land“ bedeutet. 1975 wurde Weiß zusammen mit Rodenkirchen eingemeindet.

Westhoven

Hier steht eines der ältesten Gebäude von Porz: die Nikolauskapelle, erbaut um 1100. Das Wort „hoven“ bedeutet eine bäuerliche Ansiedlung oder einen Hof. West geht auf die Himmelsrichtung zurück: Der Rhein fließt genau westlich der Siedlung.

 

Widdersdorf

Ob der 1109 urkundlich erwähnte Personennamen „Wither“ oder aber die Viehzucht – wie in der ganzen Region – für den Namen herangezogen werden muss, ist nicht geklärt. Die Namensgebungen von Ossendorf, Marsdorf und Bickendorf legen jedoch die zweite Erklärung nahe.

 

Worringen

1302 wird erstmals das römische Kastell „Castrum Boruncum“ erwähnt – archologisch konnte es jedoch noch nicht nachgewiesen werden. Später wurde im Sprachgebrauch Worunc oder auch Worinc daraus, schließlich Worringen. Berühmt für die Schlacht im Worringer Bruch. Seit 1922 gehört Worringen zu Köln.

 

Zollstock

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An der Kreuzung der heutigen Sechtemer Straße und Gottesweg befand sie sich: die kleine Zollstation der Freien Reichsstadt Köln. Hier wurden Abgaben auf alle Waren erhoben, die in die Stadt geliefert werden sollten. Lediglich aus einem Unterstand mit einer Schranke bestand die Zollstation – ein Zollstock. 1877 wird der Name erstmals erwähnt, 1888 folgt die Eingemeindung.

 

Zündorf

Der Name wird vom Personennamen Udo abgeleitet – überliefert sind im Jahre 922 der Name Udendorp, 1099 Zudendorp und 1100 Zuh’udendorph. Also „Udos Dorf“. Eine Familie Udendorp oder Zündorf ist seit 1167 als „Dienstmannen der Erzbischöfe von Köln“ überliefert. Im 14. Jahrhundert wird an der Groov, einem ehemaligen Rheinarm, der Wehrturm errichtet. 1975 wurde Zündorf eingemeindet.

 

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