Unsere Vision: Die Kuratoren im Gespräch


Was erwartet uns 2022 in der Minoritenstraße 13?

Die beiden Kuratoren Stefan Lewejohann und Sascha Pries geben Ihnen hier einen ersten Einblick in das neue Ausstellungskonzept und die vielen neuen Möglichkeiten am neuen Standort. 

 
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Stefan Lewejohann und Sascha Pries (© C. Ehrchen)

Was macht das Projekt für euch so spannend?

SP: Man bekommt nicht oft die Chance, eine Dauerausstellung komplett neu zu entwickeln. Das gibt uns ein hohes Maß an gestalterischer Freiheit und viele Möglichkeiten, ungewöhnliche Ideen umzusetzen. Die alte Dauerausstellung im Zeughaus war 33 Jahre alt, hier musste es einen klaren Bruch geben.

SL: Mit unserem Ausstellungskonzept betreten wir an vielen Stellen Neuland. So ist Stadtgeschichte noch nie erzählt worden. Und das macht es besonders spannend. Erarbeitet haben wir das Konzept mit dem gesamten Team des Hauses.

 
 

Die neue Dauerausstellung wird sich also stark von der alten Präsentation unterscheiden?

SL: Unbedingt, die Besucher*innen erwartet etwas völlig Neues. Mit der Geschichte im Museum ist es so wie mit Filmen oder Kleidung, es kommt irgendwann ein Punkt, an dem man merkt, dass das Bestehende ist nicht mehr zeitgemäß ist.

SP: Wichtig war für uns, dass wir uns der Stadtgeschichte von einem multiperspektivischen Ansatz heraus nähern. Wir wollen die Diversität der Stadtgesellschaft mit all ihren unterschiedlichen Menschen, Blickweisen und Stimmen erlebbar machen. Menschliche Emotionen z.B. werden innerhalb der Ausstellung eine große Rolle spielen. Aber hier wollen wir noch gar nicht so viel verraten.

 
 
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Im zukünftigen Foyer  (© Constantin Ehrchen)

Was waren bislang die größten Herausforderungen?

SP: Ein ehemaliges Kaufhaus mit seiner besonderen Raumaufteilung in ein Museum zu verwandeln, ist auf jeden Fall eine große Herausforderung. Der Umbau ist kompliziert, immer wieder funktionieren Dinge nicht so, wie erwartet und neue Lösungen müssen gefunden werden. Die Zusammenarbeit mit unserem Szenorgrafiebüro neo.studio neumann schneider architekten funktioniert aber großartig, vermeintliche Nachteile verwandeln sich so oft in Vorteile.

SL: Und die Corona-Pandemie. Kreative Prozesse und Diskussionen auf Abstand sind nicht immer einfach. Aber es ist toll, wie sehr die digitalen Möglichkeiten dazu beigetragen haben, dass der Austausch mit Kolleg*innen, selbst in anderen Städten und Ländern, intensiv und fruchtbar blieb.

 

Für wen wird das neue Museum sein?

SL: Das neue Haus wird ein Museum für alle, auch für diejenigen, die sonst eher nie oder selten ins Museum gehen. Ein Ausstellungskonzept, dass an die Erfahrungswelten der Besucher*innen anknüpft, besondere Inszenierungen, eingängige Ausstellungstexte, digitale Angebote, Anfassobjekte und vieles mehr werden den Museumsbesuch zu einem abwechslungsreichen Erlebnis machen, Wir wollen, dass sich alle bei uns wohl fühlen, Spaß haben und „etwas“ mitnehmen.

SP: Anders als die Räume im Zeughaus wird das neue Museum zudem barrierefrei sein. Die Zugänglichkeit z.B. für Rollstuhlfahrer oder Sehbehinderte war für uns von Anfang an sehr wichtig.

 
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Abbau der alten Fassadenwerbung (© J. Börnicke)

Wie funktioniert eure Zusammenarbeit? Bei so einem großen Projekt gibt es doch bestimmt auch Reibungspunkte?

SL: Sehr gut. Klar, keine Zusammenarbeit verläuft ohne Diskussionen oder Uneinigkeit. Aber wir haben schon mehrere Ausstellungen zusammen gestaltet und haben eine sehr vertrauensvolle und freundschaftliche Arbeitsebene.

SP: Diese Dynamik hilft uns wirklich sehr! Und auch die Zusammenarbeit mit dem restlichen Team ist wirklich gut. Es ist toll, wenn viele Menschen mit hohem Engagement an einem Projekt arbeiten. 

 

 
 

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