1952 bis 1983: Neuer Ort – Neuer Name

Das Kölnische Stadtmuseum zieht ins Zeughaus

Nach Kriegsende bemühte sich die Stadt Köln, das noch in Bundeseigentum befindliche Zeughaus zu erwerben, um das Historische Museum wieder in der Altstadt heimisch zu machen. Der Wiederaufbau des ausgebrannten spätmittelalterlichen Gebäudes verzögerte sich jedoch.

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Sigmar Polke: Kölnisches Stadtmuseum, Siebdruck nach Fotografie, 1969
 

Zunächst eröffnete am 26. Juni 1953 das „Rheinische und Historische Museum“ unter der Direktion von Dr. Franz Brill in den bisherigen Räumlichkeiten in Deutz seine Pforten. Statt auf das ganze Rheinland konzentrierte man sich auf Köln als Metropole mit überregionaler Bedeutung. Als der Landschaftsverband Rheinland beschloss, seinen Sitz nach Köln in die alte Kürassierkaserne zu verlegen, wurde der Umzug des Museums ins Zeughaus in die Wege geleitet.

Dort konnte 1958 die Dauerausstellung eröffnen – jetzt erstmals unter dem Namen „Kölnisches Stadtmuseum“. Ein Teil des Depots zog 1964 in die Merlostraße, der Rest 1970 nach Bocklemünd in den Weyerhof.

Unter der Direktion von Dr. Günther Albrecht erfolgten ab 1966 eine Modernisierung des Museums und eine Erschließung neuer Publikumsschichten, zum Beispiel durch Sonderausstellungen zur jüngeren Stadtgeschichte. Am 21. Mai 1968 gründete sich der Förderverein der „Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e. V.“

1971 erhielt das Kölnische Stadtmuseum mit dem Optischen Telegraphen in Flittard eine erste Außenstelle, der 1981 mit dem Wehrturm in Zündorf eine zweite folgte.

In den 1970er-Jahren gab es vermehrt Anstrengungen, Schulklassen zu erreichen, und Aktionen mit freien Eintritten. Mit der dem Zeughaus benachbarten Alten Wache, in der zuvor die „Schatzkammer des Römisch-Germanischen Museums“ beheimatet war, gewann das Stadtmuseum 1973 eigene Sonderausstellungsflächen.

1974 übernahm der spätere Generaldirektor der Kölner Museen, Professor Dr. Hugo Borger, die Leitung des Kölnischen Stadtmuseums. Er entwickelte ein Grundkonzept für eine Neueinrichtung, die auch das 19. und 20. Jahrhundert berücksichtigen sollte.

1980/1981 wurde das Zeughaus zunächst für die Ausstellung „Tutanchamun in Köln“ geräumt – mit 1,3 Millionen Besuchern und Besucherinnen ein wahrer Publikumsrenner. Die Dauerausstellung blieb anschließend wegen des geplanten Umbaus geschlossen.

Glück im Unglück hatte das Museum, als am 11. März 1983 nachmittags der Dachstuhl brannte. Dank einer wannenförmigen Eisenbetonkonstruktion im Dachstuhl war dieser zwar zum Teil zerstört, sonst aber nur geringer Schaden zu vermelden.

Die Wiedereröffnung des Museums zog sich wegen Finanzierungsschwierigkeiten weiter hin. 

 

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