1933 bis 1951: Von Niedergang und Neuanfang

Ab 1933 regierten die Nationalsozialisten in Köln. Sie wollten das noch immer nicht eröffnete Rheinische Museum im Sinne ihrer völkischen Ideologie zu propagandistischen Zwecken nutzen. Die Gesamtleitung wurde Wilhelm Ewald, dem bisherigen Direktor des Historischen Museums, übertragen.

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Treppenhaus im Südflügel des „Hauses der Rheinischen Heimat“. Foto: verm. Ruth Hallensleben
 

Obwohl die Einrichtung niemals fertiggestellt wurde, öffnete das Rheinische Museum mit seinen circa 150 Themenräumen auf vier Etagen am 21. Mai 1936 seine Pforten. Zu diesem Ereignis kam sogar der Reichsminister für Volksbildung und Propaganda, Joseph Goebbels.

Es gab nie einen eigentlichen Katalog oder Führer des Museums mit einem Überblick über die Bestände, den Sammlungsauftrag und das Ausstellungskonzept, aber es existieren zwei kleine Broschüren. Darin wird der Rheinländer als „Träger besonderer völkischer Verantwortung“ charakterisiert. Der Text schließt mit der Bekräftigung: „Das Haus der Rheinischen Heimat ist ein deutsches Volksmuseum im besten Sinne und daher auch von nicht zu unterschätzender nationalpolitischer Bedeutung.“ Zusammen mit dem Berliner Kaiser-Friedrich-Museum und dem Pergamonmuseum vertrat das „Haus der Rheinischen Heimat“ das Deutsche Reich 1937 auf der Pariser Weltausstellung in der Klasse „Museumswesen“.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Besitz der Kölner Museen in über 50 Depots in ganz Deutschland ausgelagert. Hauptverantwortlich war Professor Wilhelm Ewald. Die Unterbringung fernab städtischer Kontrolle ermöglichte den bislang umfangreichsten Verkauf von Kölner Museumsbesitz. Betroffen waren unter anderem Hunderte Gemälde aus der Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums. Auch Ewald hatte dabei seine Hände im Spiel. Nach Kriegsende war er dann an der Rückführung der ausgelagerten Bestände maßgeblich beteiligt. Da er kein NSDAP-Mitglied gewesen war, wurde er im Gegensatz zu den meisten anderen Museumsdirektoren nicht suspendiert.

 

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