Vorschau 2019

 

Artist meets Archive: Ronit Porat

4. Mai bis 14. Juli 2019

Köln ist international bekannt für die hochkarätigen Fotografiebestände in Sammlungen und Archiven. Auf Initiative der Internationalen Photoszene Köln luden mehrere Häuser 2018 renommierte Fotokünstler*innen ein, sich mit ihren Beständen auseinanderzusetzen und daraus eigene Projekte zu entwickeln. Entstanden sind sechs eindrucksvolle Ausstellungen mit überraschenden Blickwinkeln, die pünktlich zum Start des Photoszene-Festivals 2019 in den jeweiligen Häusern zu sehen sind.

Im Kölnischen Stadtmuseum tauchte die israelische Künstlerin Ronit Porat (*1975) mehrere Wochen in die Graphische Sammlung ein und begab sich hier auf eine imaginäre Reise. In ihrem Fokus: Bildpostkarten aus den Jahren 1918 bis 1938, die zu der fast 20.000 Karten umfassenden Postkartensammlung des Hauses gehören. Mit ihrer teilweise dadaistischem, Collage-artigen Fotomontage-Methode und der Kombination von Archivmaterial und biografischem verändert und irritiert Ronit Porat visuelle und historische Erzählungen.

Weitere Partner des Projektes „Artist meets Archive“: das MAKK Museum für Angewandte Kunst Köln, das Museum Ludwig, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Bildarchiv Köln und die Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur.

 

YOU ARE HERE – Versuche einer fotografischen Standortbestimmung, Teil 1

11. Mai bis 14. Juli 2019

Parallel zu den Arbeiten von Ronit Porat zeigt die Internationale Photoszene Köln im Kölnischen Stadtmuseum ab Mai 2019 den ersten Teil der Ausstellungsreihe „You are here“, die Köln als bedeutende Fotostadt neu verortet. Im Zentrum dieses Auftakts: der künstlerische Nachwuchs. Denn: Neben den vielen großen Fotografen wie August Sander, Chargesheimer oder Candida Höfer, die in Köln gewirkt haben (oder noch immer wirken), den bedeutenden Fotosammlungen, den international bekannten Galerien und den wissenschaftlichen Institutionen sind es vor allem die vielen hier heute arbeitenden Fotograf*innen, die Köln als Fotostadt lebendig machen.

„You are here“ gibt einen Einblick in aktuelle Tendenzen der jungen Kölner Dokumentar-, Porträt- und Konzeptfotografie und zeigt die Bedeutung von Fotografie für Gesellschaft, Politik und das Private. Ausgestellt werden u.a. Arbeiten von Max Dauven, Vera Drebusch, Juliane Herrmann, Ludwig Kuffer, Martin Lamberty, Francesca Magistro, Heide Prange, Morgaine Schäfer, Linn Phyllis Seeger und Snezhana von Büdingen.

 

KÖLN AM RHEIN: Von Zeit zu Zeit

24. August 2019 bis 15. Dezember 2019

1947 dokumentierte der junge Fotograf Karl Hugo Schmölz (1917 – 1986) im Auftrag der Stadt das zerstörte Köln der Nachkriegszeit. Bei seinen Aufnahmen orientierte er sich an den Köln-Aufnahmen seines bekannten Vaters Hugo Schmölz (1879 – 1938) aus den 1920er- und 1930er-Jahren – und fotografierte die Plätze, Gebäude und Straßen vom exakt gleichen Standpunkt aus!

1994 präsentierte das Kölnische Stadtmuseum diese bemerkenswerten Stadtansichten in einer vielbeachteten Ausstellung und kontrastierte sie mit neuen Fotografien, aufgenommen aus wieder demselben Blickwinkel. Jetzt ist es Zeit, dieses Triptychen durch Aufnahmen aus dem Jahr 2018 zu einem Quartett zu erweitern. Das eindrucksvolle Gegenüber des unzerstörten, des kriegsbeschädigten und des modernen Köln ermöglicht einen besonderen Blick auf eine Stadt im permanenten Wandel!

 

KÖLN AN DER SEINE:
Der Pavillon der Stadt Köln auf der Pariser Weltausstellung 1937

24. August 2019 bis 15. Dezember 2019

Paris 1937: Zwei Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs präsentieren sich die Nationen auf der Weltausstellung. An der Seine, einander gegenüber: die monumentalen Pavillons der Sowjetunion und des Deutschen Reiches – Konfrontation der Regime, als in Europa die Demokratie an Boden verliert.

Als weltweit einzige Stadt errichtet Köln in Paris einen eigenen Pavillon, mit einem Restaurant direkt am Fluss. Die Leichtigkeit und Offenheit des Kölner Baus kontrastiert deutlich mit der pathetischen Strenge des deutschen Pavillons. Die Veranstaltungen der Kölner standen unter dem Motto der deutsch-französischen Verständigung – dabei hatten die Nazis den Krieg längst beschlossen.

Der damals erst 19-jährige Kölner Karl Hugo Schmölz, später bekannter Architektur- und Werbefotograf, hält die Weltausstellung in Paris und den Kölner Pavillon in brillanten Aufnahmen fest. „KÖLN AN DER SEINE“ zeichnet mit diesem bislang unveröffentlichten Fotoschatz ein eindrucksvolles Panorama des Jahres 1937, von Heinrich Mann als „das eigentlich kritische Europas“ bezeichnet.

Eindrucksvoll dokumentiert die Ausstellung eine heute vergessene Episode der deutsch-französischen Geschichte, mit Köln im Zentrum der Aufmerksamkeit! Sie erzählt auch von den Aktivitäten der nach Paris geflüchteten deutschen Regimegegner und von Kölner Künstlern, die versuchten, sich in Paris zu behaupten – zwischen fanatischer Gefolgschaft, geschickter Anpassung, stummen Protest oder offenem Widerstand.

 
 
 
 
 
 

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Kölnisches Stadtmuseum

Zeughausstraße 1–3
50667 Köln
Kasse: 0221/221-22398
Nur montags: 0221/221-25789
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€ 5,00, ermäßigt € 3,00

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