Dauerausstellung Highlightobjekte Erdgeschoss

Verräter in der Stadt!

Nahe der Ulrepforte drangen in der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober 1268 Verbündete des Erzbischofs Engelbert II. von Falkenburg durch ein Loch unter der Stadtmauer in die Stadt ein. Mit diesem Angriff wollte der Erzbischof die sechs Jahre zuvor verlorene Herrschaft über die Stadt zurückgewinnen.

<strong>Relief, Schlacht an der Ulrepforte,</strong><br />Köln, um 1378, Weiberner Tuffstein, KSM 1984/690<br />Foto: rba_d006782
Relief, Schlacht an der Ulrepforte,
Köln, um 1378, Weiberner Tuffstein, KSM 1984/690
Foto: rba_d006782

Unterstützt wurde der Erzbischof dabei von einer Gruppe Kölner, die in einem innerstädtischen Machtkampf unterlegen waren. Nie zuvor (und nie danach) war es einer Streitmacht gelungen, die mächtigen Stadtmauern zu überwinden. Trotz des überraschenden Angriffs gelang es den Kölnern jedoch, die Kämpfer des Erzbischofs zurückzuschlagen.

Zur Erinnerung an den glücklichen Ausgang des Geschehens wurde um das Jahr 1378 am Ort des Überfalls ein Relief errichtet – vermutlich Deutschlands ältestes profanes Denkmal seit der Römerzeit. Das Monument zeigt den Teufel auf der Seite der Angreifer und zwei Engel als Unterstützer der städtischen Verteidiger. Auf den Zinnen stehen die Schutzheiligen der Stadt, der heilige Gereon und die heilige Ursula mitsamt Gefolge, über ihnen die beiden betenden Bürgermeister.

Das mehrfach restaurierte Relief musste 1983 aus konservatorischen Gründen von der Stadtmauer am Sachsenring entfernt und durch einen Abguss ersetzt werden. Das Original befindet sich heute im Kölnischen Stadtmuseum. 

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