Dauerausstellung Highlightobjekte Erdgeschoss

Rue De L’ARSENAL

Nach der kampflosen Übergabe des Stadtschlüssels an die Franzosen 1794 war für Köln die Zeit der Freien Reichsstadt beendet. Seit dem Frieden von Lunéville von 1801 gehörte Köln auch völkerrechtlich zu Frankreich.

<strong>Französisch-deutsches Straßenschild am Zeughaus</strong>, Köln, 1813, Tuffstein. Foto: RBA
Französisch-deutsches Straßenschild am Zeughaus, Köln, 1813, Tuffstein. Foto: RBA

Die Kölner mussten nun nicht nur Französisch lernen, sondern sich zehn Jahre später auch an zweisprachige Straßenschilder gewöhnen. In der Regel übersetzte man die alten Bezeichnungen wörtlich oder glich sie dem französischen Lautsystem an.

1811 wurde Professor Ferdinand Franz Wallraf mit der Übersetzung der Straßennamen beauftragt. Der aufklärerische Wallraf nutzte die Gelegenheit zu einer Bereinigung vormals vulgärer oder ihm lächerlich erscheinender Straßennamen. So machte er beispielsweise aus der Pißgasse die Passage de la Bourse, also das Börsengässchen, oder aus dem Hundsrücken das Quartier des Hunes, den Hunnenrücken.

In Köln befindet sich nur noch eines dieser zweisprachigen Straßenschilder am Originalort: R. De L’ARSENAL / ZEUGHAUS GAS an der Nordostecke des Kölnischen Stadtmuseums. Zwei weitere Steine sind in der Dauerausstellung zu sehen. 

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