Dauerausstellung Highlightobjekte Obergeschoss

Protestanten in Köln

Auch im katholischen Köln gewann die Reformation im 16. Jahrhundert immer mehr Anhänger, die jedoch von Universität, Domkapitel und Stadtrat entschieden bekämpft wurden. Obwohl die wirtschaftliche Leistungskraft vieler Protestanten den Kölnern durchaus willkommen war: Sie durften weder die Bürgerrechte erwerben noch dem zunftmäßig organisierten Handwerk beitreten. Auch das Recht auf freie Religionsausübung oder gar ein eigenes Bethaus blieben ihnen verwehrt. Die Reformatoren Adolf Clarenbach und Peter Fliesteden endeten 1529 sogar auf dem Scheiterhaufen. Für rechtliche Gleichstellung sorgten erst die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts.

<strong>Bartholomäus van der Helst: Porträt der Anna Maria Schurman,</strong> um 1635, Ölgemälde auf Kupfer, KSM 1964/314. Foto: rba_c025007
Bartholomäus van der Helst: Porträt der Anna Maria Schurman, um 1635, Ölgemälde auf Kupfer, KSM 1964/314. Foto: rba_c025007

Von den Anhängern des protestantischen Glaubens in Köln im 16. und 18. Jahrhundert sind nicht viele Zeugnisse geblieben. Zu den wenigen dinglichen Zeugen zählt dieses Ölgemälde von Anna Maria Schurman, deren Eltern als protestantische Flüchtlinge aus den Spanischen Niederlanden nach Köln kamen. Anna Maria wurde 1607 in Köln geboren, doch bereits 1610 musste die Familie aufgrund der immer schärferen Konfrontation der Konfessionen die Stadt wieder verlassen. Anna Maria Schurman wurde später als „Mirakel von Köln“ bekannt. Sie wurde gemeinsam mit ihren Brüdern unterrichtet, erlernte zwölf Sprachen und engagierte sich im Bereich der Wissenschaft und der Publizistik. 

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