Dauerausstellung Highlightobjekte Erdgeschoss

Neue Eigenständigkeit

Zwischen 1114 und 1119 genehmigte der Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenburg (1075–1131) als Stadtherr den Kölner Bürgern die Siegelführung. Damit war Köln die erste Stadtgemeinde Europas, die ein Siegel führen und damit beispielsweise eigene Verträge abschließen durfte: ein wichtiges Zeichen städtischer Eigenständigkeit.

<strong>Typar des großen Siegels der Stadt Köln,</strong> Köln 1268/1269, HM 1888/14A. Foto: RBA
Typar des großen Siegels der Stadt Köln, Köln 1268/1269, HM 1888/14A. Foto: RBA

Der Siegelstempel war ununterbrochen in Gebrauch. Er wurde in einem Schrank im Rathaus aufbewahrt, der nur mit den Schlüsseln der 22 Gaffeln und dem eines gewählten Kölner Bürgers, der nicht dem Rat angehören durfte, geöffnet werden konnte.

Das ursprüngliche Siegel wurde 1267 von einem Bürgermeister gestohlen, der im Streit die Stadt verlassen musste. Bei dem im Stadtmuseum ausgestellten Typar oder Siegelstempel handelt es sich um das zweite, gotische Siegel von 1268/1269. Es zeigt den Stadt- und Bistumspatron, den heiligen Petrus mit Buch und Schlüssel über der Stadtmauer thronend. Die lateinische Umschrift lautet in der Übersetzung: „Heiliges Köln durch Gottes Gnade der römischen Kirche treue Tochter“. 

Der Siegelstempel blieb bis zum Ende der freien Reichsstadt 1797 in Gebrauch.

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