Dauerausstellung Highlightobjekte Erdgeschoss

Hingerichtet!

Seit dem Spätmittelalter führten wachsende Missstände in der öffentlichen Verwaltung wie Ämterkauf und Korruption immer wieder zu Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen der Kölner Bürgerschaft und dem Rat.

Der längste, sich über sechs Jahre hinziehende Aufstand gegen die Stadtregierung ist mit dem Namen Nikolaus Gülich verbunden.

<strong>Johann Lukas Dinckelmayer: Kopf des Nikolaus Gülich,</strong> Köln, 1686, KSM 1982/321. Foto: Philipp Hoffmann, Köln
Johann Lukas Dinckelmayer: Kopf des Nikolaus Gülich, Köln, 1686, KSM 1982/321. Foto: Philipp Hoffmann, Köln

Der kleine Kaufmann stand einer Bewegung Kölner Bürger vor, die sich 1680 gegen die herrschenden Familien formierte. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung gelang es Gülich, mit einer bewaffneten Volksmenge das Rathaus zu stürmen und den amtierenden Rat abzusetzen.

Da Kaiser Leopold I. für den alten Rat Partei ergriff, kämpfte Gülich jedoch auf verlorenem Posten, zumal sich die wirtschaftliche Situation der Stadt unter ihm weiter verschlechterte. Die alte Stadtspitze kehrte zurück, im Februar des Jahres 1686 wurde Gülich als Rädelsführer der Aufrührer hingerichtet. Sein Wohnhaus, „Oben Marsportzen“ gelegen, wurde niedergerissen und hier eine Schandsäule aufgestellt.

In der Franzosenzeit wurde die Schandsäule als „Symbol für die bürgerliche Freiheitsunterdrückung“ gestürzt und der in Bronze gegossene Kopf Gülichs, ausgestattet mit einer Bürgerkrone aus Lorbeerzweigen, durch die Straßen getragen und im Rathaus aufgestellt. Heute befindet sich die Bronzearbeit im Kölnischen Stadtmuseum. 

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