Dauerausstellung Highlightobjekte Obergeschoss

Geliebte Casanovas?

Der venezianische Lebemann Giacomo Casanova erwähnt in seinen Memoiren die Frau eines Kölner Bürgermeisters, mit der er bei seinem Aufenthalt in Köln 1760 ein amouröses Abenteuer hatte. Bei dieser besagten Dame handelte es sich wahrscheinlich um Maria Ursula Columba zum Pütz, die Gemahlin des Bürgermeister Franz Jacob de Groote.

<strong>Totenschild der Maria Ursula Columba zum Pütz, verh. de Groote,</strong><br />Köln, 1768/69, HM 1906/171.<br />Foto: RBA
Totenschild der Maria Ursula Columba zum Pütz, verh. de Groote,
Köln, 1768/69, HM 1906/171.
Foto: RBA

Um in die Kammer der Bürgermeisterin zu gelangen, hatte sich Casanova zuvor – seinen eigenen Worten zufolge – stundenlang in der Privatkapelle des Hauses an der Glockengasse verstecken müssen. Casanova schildert Maria Ursula Columba zum Pütz als aparte, muntere und sehr selbstständige Person, die ein herzliches Verhältnis zu ihrem Ehemann hatte. Die Ehe der beiden galt als Liebesheirat.

Der weinende Engel und die zerbrochene Kerze auf dem Totenschild der „Bürgermeisterin“ symbolisieren den Tod; der Ziehbrunnen – in Köln „Pütz“ genannt – verweist auf den Familiennamen der Verstorbenen. 

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