Dauerausstellung Highlightobjekte Obergeschoss

Eine engagierte Frau

Mathilde von Mevissen (1848–1924) war eine der wenigen Kölnerinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die radikal für die Gleichberechtigung der Frauen eintraten. Sie gehörte zum Großbürgertum und war die Tochter des bedeutenden Kölner Industriellen Gustav von Mevissen.

<strong>Unbekannter Künstler: Marmorbüste Mathilde von Mevissen,</strong> Köln (?), vor 1924, Marmor, KSM 1991/136. Foto: Philipp Hoffmann, Köln
Unbekannter Künstler: Marmorbüste Mathilde von Mevissen, Köln (?), vor 1924, Marmor, KSM 1991/136. Foto: Philipp Hoffmann, Köln

Zusammen mit ihrer Schwester Melanie verwandte sie ihre gesamte Energie und ihr ererbtes Vermögen darauf, die Bildungschancen von Mädchen zu verbessern. So setzte sie sich für die Eröffnung eines Mädchengymnasiums in Köln ein (seit 1908 in städtischer Trägerschaft) und für den Zugang von Frauen zur Universität. Sie selbst litt stark darunter, dass ihr eine wissenschaftliche Ausbildung verwehrt geblieben war. Sie gehörte darüber hinaus zu den entschiedenen Befürworterinnen des Frauenwahlrechts in Köln.

Diese Marmorbüste ist eines der wenigen Zeugnisse der ersten Frauenbewegung in Köln. Die Nationalsozialisten unterdrückten die Erinnerung an Mathilde von Mevissen, die auch als Pazifistin hervortrat. Erst in den 1970er-Jahren gelangte die engagierte Frau wieder zurück ins öffentliche Bewusstsein. 

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