Dauerausstellung Highlightobjekte Obergeschoss

Ein Junge!

Die Kindermode der wohlhabenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts unterschied sich weder im Schnitt noch in den Materialien von derjenigen der Erwachsenen. Ein Detail dieser auf dem Gemälde von 1624 dargestellten Kinderkleidung fand sich allerdings bei keinem Erwachsenen. Von der linken Schulter des Kindes herabhängend, ist ein angenähtes Band zu erkennen: ein sogenannte Gängelband, das zur Kontrolle bereits laufender Kleinkinder diente.

<strong>Gottfried von Wedig</strong> <strong>zugeschrieben: Knabenbildnis,</strong> <br />Köln, 1624, Öl auf Holz, Dauerleihgabe des Wallraf-Richartz-Museums Köln, Inv.-Nr. WRM 2206<br />Foto: rba_wrm002206
Gottfried von Wedig zugeschrieben: Knabenbildnis,
Köln, 1624, Öl auf Holz, Dauerleihgabe des Wallraf-Richartz-Museums Köln, Inv.-Nr. WRM 2206
Foto: rba_wrm002206

Trotz des prachtvollen Kleides: Bei dem porträtierten Kind handelt es sich um einen Jungen. Knaben und Mädchen waren damals bis zum siebten Lebensjahr gleich gekleidet – in Kleidern und Röcken. Dies änderte sich erst im 19. Jahrhundert. Dass es sich bei diesem Kind um einen Jungen handelt, ist nur an dem kleinen Sittich zu erkennen, den der Kleine auf dem Zeigefinger der rechten Hand präsentiert. Dieser symbolisiert den männlichen Zeitvertreib der Falkenjagd. 

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