Dauerausstellung Highlightobjekte Erdgeschoss

Der Kölsche Boor en Iser

Der Erste Weltkrieg war seit fast einhundert Jahren die erste kriegerische Auseinandersetzung, die Köln direkt betraf. Zehntausende Männer wurden zum Kriegsdienst einberufen und die Zurückbleibenden bekamen den Krieg in Form von Rationierungen, Ersatzstoffen und vereinzelten Bombenangriffen zu spüren.

<div><strong>Wolfgang Wallner: Kölscher Boor en Iser,</strong> Köln, 1915, KSM 1982/302. Foto: rba_d034017</div>
Wolfgang Wallner: Kölscher Boor en Iser, Köln, 1915, KSM 1982/302. Foto: rba_d034017

Das Standbild des Kölner Bauern gab der Geheime Kommerzienrat Max von Guilleaume beim Bildhauer Wolfgang Wallner in Auftrag, um Spenden für Soldatenwitwen und Kriegswaisen zu sammeln. Am 20. Juni 1915 wurde die rund 3,50 Meter hohe Skulptur vor dem Gürzenich, dem mittelalterlichen Ball- und Festhaus der Stadt, aufgestellt und im Beisein der Kaiserschwester Victoria, Prinzessin von Schaumburg-Lippe, eingeweiht. Unzählige Schulklassen, Vereine, Firmenabordnungen und sonstige Spendenwillige trieben in den folgenden Monaten gegen die Mindestgebühr von einer Mark eiserne Nägel in die ursprünglich goldbemalte Figur, die heute daher einen Panzer aus Eisen trägt. 

Solche Nagelstandbilder gab es überall im Deutschen Reich, nirgends aber war der finanzielle Erfolg der Benagelung so ertragreich wie in Köln.

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