Dauerausstellung Highlightobjekte Erdgeschoss

Armenarzt und Revolutionär

Andreas Gottschalk (1815–1849) arbeitete als Armenarzt in der Pfarre St. Severin und war bei der Bevölkerung aufgrund seines sozialen Engagements sehr beliebt. In den Revolutionstagen 1848 zählte Gottschalk zu den Organisatoren eines gewaltigen Protestzugs von Handwerkern, Arbeitern, Gesellen und Tagelöhnern, die am 3. März zum Kölner Rathaus zogen und dem Stadtrat eine Petition überreichten. Zu den Forderungen gehörten: allgemeines Wahlrecht, freies Versammlungsrecht sowie die unbedingte Freiheit der Rede und der Presse.

<strong>Wilhelm Kleinenbroich: Porträt des Dr. Andreas Gottschalk,</strong> Köln, 1849, Öl auf Leinwand, HM 1916/221<br />Foto: rba_HM_1916_221
Wilhelm Kleinenbroich: Porträt des Dr. Andreas Gottschalk, Köln, 1849, Öl auf Leinwand, HM 1916/221
Foto: rba_HM_1916_221

Im Juli 1848 wurde der bekannte Arzt – auch Präsident des von ihm gegründeten Kölner Arbeiter-Vereins – verhaftet und angeklagt. Ende des Jahres musste er jedoch freigesprochen werden. Gottschalk emigrierte vorübergehend nach Paris. Mitte 1849 kehrte er zurück und kämpfte als Arzt gegen die in Köln ausgebrochene Cholera-Epidemie, bis er selbst der tückischen Krankheit erlag. Unzählige Menschen begleiteten 1849 den Trauerzug zum Melaten-Friedhof.

Dieses Porträt Andreas Gottschalks stammt von seinem Freund und Mitstreiter Wilhelm Kleinenbroich und entstand nach seinem Tod. 

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